Vertrautes Neuseeland!?

Vor fünf Jahren haben wir mit dem Camper eine ähnliche Route durch Neuseeland gewählt, wie wir sie jetzt planen. Der einzige Unterschied ist, dass wir jetzt über eine Woche mehr Zeit verfügen, als beim letzte Mal. Daher führt uns unser Weg fast bis an das Südende der Insel, bis nach Queenstown und von da wieder in den Norden, entlang der Westküste.

Wir sehen also wieder die selben Orte und Landschaften und erkennen vieles wieder, wissen oft sogar noch, wo es einen Supermarkt oder Campground gibt. Und wieder sind wir überwältigt von der tollen Natur, den verwunschenen Regenwäldern und der Wildheit des Landes, obwohl es eigentlich vertraut ist.

Anderes sehen wir plötzlich mit anderen Augen, geht man mal davon aus, dass keine objektive Veränderung stattgefunden hat:

Die Orte, bzw. die Häuser erscheinen uns oft etwas ungepflegt, renovierungsbedüftig und heruntergekommen, ebenso wie eine große Zahl der Kiwis, der Neuseeländer die uns als Mitarbeiter oder Kunden in Supermärkten oder auf der Straße begegnen, auf uns auch oft etwas ungepflegt und fertig wirken.

So offen und freundlich wir sie in Erinnerung hatten, sind sie aber immer noch.

Vermutlich hat sich unser Bezugssystem verändert, kamen wir das letzte Mal aus Australien, das definitiv nicht so gepflegt wirkt, wie Neuseeland und jetzt aus dem extrem gepflegten Tokio, mit fast ausnahmslos auffallend elegant und gut gekleideten Menschen.

Sehr wenig vertraut erscheinen uns dieses Mal leider auch die Preise und das nicht nur gefühlt, sondern objektiv.

Vor fünf Jahren waren die meisten Dinge des täglichen Bedarfs eines Reisenden etwas billiger als zuhause in Deutschland, jetzt sind sie deutlich teurer. Ein Einkauf
im Supermarkt um unsere Vierköpfige Familie mit Lebensmitteln und Getränken für etwa 2-3 Tage zu versorgen schlägt immer mit 120 bis 180 NZD, also etwa 80 bis 120 Euro zu Buche.

Besonders luxuriös kaufen wir dabei aber nicht ein. Was hier fehlt, ist ein Discounter, und, an erster Stelle, ein vernünftig bewerteter Euro, der jetzt wohl auf den schlechtesten Stand seiner Geschichte zusteuert.

 

 

 

 

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