Tod und Sitten
Leider hat sich der letzte Abend in Montevideo traurig gestaltet:
Unmittelbar auf der Rambla auf einer kleinen Kreuzung vor unserem Hotel kam auf ziemlich makabere Weise ein(e) Motorradfahrer(in)? zu Tode. Hätte ich nicht zufällig aus dem Fenster gesehen, hätten wir das tragische Ereignis, vielleicht 50m von uns entfernt, evtl. gar nicht mitbekommen.
Neben einer deutlich getrübten Stimmung habe ich aber noch etwas mitgenommen von diesem Ereignis, auf das ich aber gerne verzichtet hätte:
Während man bei uns derartige Unfallstellen weiträumig absperrt, Verkehr und Passanten fernhält und irgendwie versucht das Unglück unsichtbar zu machen, wird in Uruguay nur der PKW Verkehr abgeleitet. Direkt am Straßenrand stehen fassungslos Familien neben der übel zugerichteten Leiche und diskutieren.
Auch als wir Stunden später wieder zu unserem Hotel zurückkehren und die Polizei die Spurensicherung fast abgeschlossen hat ist der/die Tote noch da.
Empfand ich es bislang als befremdlich oder makaber, dass in Deutschland nach solchen Ereignissen die Feuerwehr das Blut von der Straße spritzt, sehe ich es jetzt als die bessere Lösung.
Wirklich makaber ist es, wenn am Tag danach die Blutlache deutlich sichtbar über 20m von darüberrollenden Fahrzeugen verteilt wurde.



Januar 1st, 2010 at 15:04
Unglaublich, da kann einem der Appetit vergehen.
Dennoch: ein gutes neues Jahr!