KFZ-Zulassung, immer mal was Neues…
Manchmal merkt man, dass unsere Politiker kontinuierlich arbeiten, das meist an Kleinigkeiten, die nicht im Mittelpunkt des Lebens und des öffentlichen Interesses stehen.
Ein schönes Beispiel ist die Kfz-Zulassung und alles was damit zusammenhängt – gerade durfte ich wieder Änderungen erfahren.
Früher, irgendwann mal in der Geschichte, musste man plötzlich neben den Fahrzeugpapieren, Ausweis, Geld und einer Versicherungsdoppelkarte auch noch einen Zettel für eine AU mitbringen. Dass es oft reichte, bei der Werkstatt des Vertrauens ohne Auto vorstellig zu werden stand auf einem anderen Blatt.
Jahre später wurde Fahrzeug Brief und Schein abgeschafft und durch ein maximal unübersichtliches Druckstück namens Zulassungsbescheinigung ersetzt.
Als ich das nächste mal ein Fahrzeug zulassen wollte, wollte man auch gleich meine Bankverbindung, um sich direkt von meinem Konto die KFZ Steuer holen zu können. Dass die eigentlich jemand anderes zahlen soll und will, ist so nicht vorgesehen. Was daraus resultiert ist der umgehende Widerruf der zwangsweise erteilten Einzugsermächtigung (Toll, dass man wenigstens unsere Verwaltung beschäftigt)
Die nächste Änderung war dann die Feinstaubplakette.
Klar, man braucht sie nicht zwingend, aber selbst wenn ich am Rand Münchens wohne und nur alle paar Monate ein Ziel innerhalb der Sperrzone ansteuere, ist es nicht unpraktisch gelegentlich nicht den gesamten Stadtkern umrunden zu müssen.
Die alte Verischerungsdoppelkarte, oder auch Versicherungsbescheinigung ist dagegen abgeschafft worden. Wann das genau war, weis ich nicht, aber mittlerweile erhält man von der Versicherung nur noch einen alphanumerischen Code, den man dann der Dame von der Zulassung aufsagen kann – und die dann drei mal nachfragt, ob man sich sicher ist – vermutlich weil sie einen verunsichern will oder sich nicht vorstellen kann, dass sich ein Mensch sieben Zeichen merken kann?
Dafür habe ich zu meiner Überraschung heute keine AU-Plakette mehr erhalten. Die wäre jetzt in der HU eingeschlossen hieß es – also alles wieder fast wie früher – und: 1€ Plakettengebühr gespart.
Bleibt nur die Frage, wer hat die Zeit und die Muße ständig etwas an den Gesetzen zu ändern, und das in immer rascherer Abfolge? Gibt es nichts dringenderes? Oder ist es in diesem Bereich nur einfacher und problemloser und daher kümmert man sich erst darum, bevor man die großen Probleme angeht?



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