Daten-CDs Rechts- oder Mentalitätsfrage?
Wie es aussieht bietet sich für den ambitionierten Datensammler und oder ambitionierten Nachbarschaftsbeobachter mit Blockwartmentalität bald die Möglichkeit für einen guten Zusatzverdienst vom Staat. Ob dieser auch noch steuerfrei ist bleibt zu klären.
Wie die genaue Vergütung für gestohlene Daten berechnet wird, bleibt abzuwarten, vielleicht nach einer Vergütungstabelle, frei verhandelt oder auf Provisionsbasis?
Offen bleibt die Frage ob Daten die illegal beschafft werden und dem Staat keinen finanziellen Gewinn bringen immer noch unter die Strafandrohung des Datenschutzgesetzes fallen.
Dass sich die “Mentalität” des Staats geändert hat, so fern man von Mentalität sprechen kann scheint mit klar, da auch mehr oder weniger offiziell an Entführer und andere Erpresser gezahlt wird.
Ob die Bundesrepublik hier mit “gutem” Vorbild ihren Bürgern voran geht bleibt abzuwarten – ausspioniert ermittelt wird jedenfalls nicht mehr nur durch Staatsorgane sondern sich durch bezahlte Dienstleister im rechtlich zweifelhaften Raum.




Februar 2nd, 2010 at 19:45
Ich habe mir auch schon überlegt, darüber zu bloggen, weil ich das mit ähnlich viel Bauchschmerzen betrachte.
Ich kann diesem “Kauf es!” herzlich wenig abgewinnen, nur weil es sich um die Daten von Steuerflüchtigen/-betrügern handelt.
Weniger dubiose Steuergeschenke brächten auf legale Weise auch Geld in die Kasse…
Februar 4th, 2010 at 00:41
Ja, die CD – genauer die Frage, ob man diese mal so eben bestellt wie ein neues Handy bei eBay – spaltet unser schönes Land. Zum Glück sind meine Daten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht auf dieser CD, wodurch ich im Unterschied zu manch anderen Pro und Contra gelassen abwägen kann. Ob ich den Kauf unterstütze? Ich schwanke hier wie Onkel Pankratius, der die unheilige Kombination aus Ein-paar-Maß-Bier-zuviel-eingefüllt und Erste-Versuche-des-Laufens-mit-Gipsbein vereint. Moralisch korrekt ist der CD-Kauf sicherlich nicht…