Die Strände von Mauritius

Zwei Wochen sind natürlich viel zu kurz um einen umfassenden Überblick über die Küstenabschnitte und Strände zu sammeln, aber trotzdem wage ich zu behaupten, dass wirklich hässliche und stark verbaute Strände noch nicht existieren.
Je nach Jahreszeit sind allerdings viele bereits stark überlaufen. Glaubt man den Einheimischen findet man in der Zeit von Dezember bis Februar am Trou aux Biches Beach, Mont Choisy Beach oder auf der Ile aux Cerfs kaum mehr einen Platz für sein Handtuch, während zu unserer Reisezeit, August/September die Strände angenehm ruhig, wenn auch nicht gerade ausgestorben sind.

Ein Highlight der Strände stellt mit Sicherheit die Ile aux Cerfs dar, die nur mit dem Boot erreichbar ist und stark von Touranbietern vermarktet wird. dort werden alle möglichen Aktivitäten, von Parasailing bis hin zum Baumwipfelpfad, angeboten und zu Spitzenzeiten gleicht der Bereich um die Bootsanlegestelle einem Folksfestplatz.

Wir haben uns zur Ile aux Cerfs keinem Touranbeiter angeschlossen, sondern sind ohne genaues Ziel nach Trou d`Eau Douce gefahren um uns dort ein Boot für die Überfahrt zu suchen. Irgendwie sind wir in einer Hotelanlage gelandet und haben nach einer Überfahrtmöglichkeit gefragt, was in der Annahme, wir seien Gäste des Hotels, gleich bejaht wurde.
Leider fuhr das Hotelboot dann doch ohne uns, ein Hotelmitarbeiter bot uns aber an, eine Überfahrt für 500Rs/Person zu organisieren; in 30 Minuten sollten wir abgeholt werden. Letztendlich warteten wir fast 90 Minuten auf unser Shuttle mit einem sehr unkonventionellen Skipper und waren doch ziemlich genervt und verunsichert, ob wir uns lieber an anderer Stelle um ein anderes Boot bemühen sollten. Die Überfahrten in Höchstgeschwindigkeit unter lauter Beschallung mit französischem Rap und Reggae waren das Warten dann aber doch wert.

Auch als gutes Schnorchelrevier wird Mauritius oft genannt, und ich bin mir sicher, ich hätte es an manchen Stränden wie z.B bei Flic en Flac auch so genauso gesehen, wäre ich nicht schon auf Rarotonga und vor allem natürlich auf den Philippinen gewesen, wobei letztere wohl alles in den Schatten stellen, was man von schnorchelbarer Unterwasserwelt erwarten kann.
Auf Mauritius sind die strandnahen Korallen weitgehend abgestorben und die damit verbundene Farbe und Artenvielfalt ist auf dem Rückzug – wie leider in vielen Regionen der Erde.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.